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Aristide Maillol
Aristide Maillol
(1861 Banyuls-sur-Mer - 1944 ebenda)
"Pomone à la Tunique" oder "Pomona vêtue". Originaltitel
Bronze mit grünlicher, stellenweise goldbrauner Patina, 1921. Rechts an der Plinthe sign. "A. MAILLOL" u. Exemplar-Nr. "1/6", rücks. Gie?erinschrift "Alexis Rudier. Fondeur Paris.". Guss 1950er Jahre. Zu Maillols Meisterwerken z?hlt die um 1908/09 modellierte, ursprünglich unbekleidete und lebensgro?e Statue der "Pomone" (bzw. "Pomona"), die er sp?ter mehrfach wiederaufgriff. Die Darstellung der r?mischen G?ttin der Baumfrüchte war zugleich eine der ersten aufrechtstehenden Figuren im Oeuvre Maillols. Sinnlich unmittelbar wahrnehmbar und greifbar verk?rpert sie Fruchtbarkeit und Reife in Gestalt ihrer gerundeten, weich modellierten, fülligen, weiblichen K?rperformen und die von ihr dargereichten ?pfel in den H?nden. Wesentlich inspiriert wurde Maillol von den Statuen, die er auf seiner Griechenland-Reise 1908 mit seinem M?zen Harry Graf Kessler sah. Er wurde danach zum "Meister der Masse, der runden Fülle k?rperlichen Blühens, das ans Licht strebt" und der mit seine weiblichen Figuren gleichsam eine plastische "Liebespoesie" schuf (Zit. Harry Graf Kessler). Charakteristisch sind ihre geschlossenen Volumina, ihre harmonische Ausgewogenheit und ihr ruhiger Ausdruck. Maillol konzipierte seine "Pomona" im klassischen Kontrapost, wobei er ihre herrschaftliche Erscheinung als G?ttin durch einen Blütenkranz im hochgesteckten Haar zum Ausdruck brachte. Eng verbunden mit der Entstehung der "Pomona" ist der erste renommierte Auftrag Maillols für die Ausstattung eines Musiksalons in der Moskauer Villa des berühmten russischen Sammlers Iwan Abramowitsch Morosow. Seit 1907 hatte Maillols Malerfreund Maurice Denis einen Gem?ldezyklus mit der Geschichte der Psyche gemalt, Morosow beauftragte den aufstrebenden Bildhauer mit vier hierzu passenden Bronzestatuen der "Pomona" und "Flora" sowie des "Frühlings" und "Sommers" (vollendet um 1912). 1910 stellte Maillol parallel hierzu das Gipsmodell der "Pomona" auf dem Pariser Salon d’Automne aus, die gro?e Beachtung in der internationalen Kunstpresse fand. Zu Beginn der 1920er Jahre nahm Maillol das Modell der "Pomona" wieder auf und variierte es. Er interpretierte sie entweder mit gesenkten Armen oder in eine weichfallende Tunika gekleidet, wie es bei der vorliegenden Fassung der Fall ist. Für ein Kriegerdenkmal in Elne nahe seinem Heimatort Banyuls-sur-Mer schuf er 1922 eine bekleidete Version in Stein, die ein Schriftband in den H?nden h?lt. 1921 war dafür ein halblebensgro?es Modell entstanden, das die vorliegende Bronze wiedergibt. Allerdings h?lt die Statuette die ?pfel der ursprünglichen "Pomona" in den H?nden. Ungeachtet ihrer Attribute schuf Maillol mit der "Pomona" eine im Hinblick auf ihre Proportionen ausgesprochen ausgewogene, harmonische Statue von zeitloser Sch?nheit. H. 89,5 cm.
Provenienz: In den 1970er Jahren von Dina Vierny (Galeristin und Nachlassverwalterin Maillols), Paris, verkauft; Christie's New York, Auktion 8. November 2000, Lot 46; Privatbesitz; Christie's New York, Impressionist And Modern Art Day Sale, 7. November 2007, Lot 335; Kunsthaus Bühler, Stuttgart, dort 2011 erworben; Privatsammlung Baden-Württemberg; seitdem in Familienbesitz.
Lit./Vgl.: Bertrand Lorquin: "Aristide Maillol", London 1995, Abb. S. 87 (anderer Guss; Gips und Steinversionen Abb. S. 86).
Green and golden brown patinated bronze, 1921. Signed and numbered "A. MAILLOL 1/6"' (on the right side of the base) and inscribed with foundry mark "Alexis Rudier. Fondeur Paris." (on the back of the base).
---------------------以下為軟件翻譯,僅供參考---------------------
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